Sie sollten nach Ihrer Operation bis zu 12 Monaten mit Ihrem Arzt in Kontakt bleiben.

Was ist Fettleibigkeit ?

Fettleibigkeit auch Adipositas genannt, wird als starkes oder anormales Übergewicht definiert. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird mit zunehmendem Übergewicht das Risiko für Erkrankungen, die mit der Adipositas zusammenhängen, gesteigert. Ein grobes Maß für eine Gewichtskontrolle ist der Body-Mass-Index (BMI). Gemäß der WHO wird von einer Adipositas gesprochen, wenn Menschen einen sogenannten Körpermassenindex (BMI) über 30kg/m² haben. Der BMI berechnet sich aus dem Verhältnis des Körpergewichts in Kilogramm und der Körpergröße in Metern zum Quadrat. Die Hauptursache für Fettleibigeit ist das fehlende Gleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch. Der Körper bekommt zu viel Energie in Form von Lebensmitteln und verbraucht zu wenig in Form von Bewegung. Durch die Zunahme der körperlichen Inaktivität aufgrund der zunehmenden Bewegungsmangel vieler Arbeitspositionen, sowie die Verstädterung und veränderten Verkehrsbedingungen, hat sich das Ernährungs- und Bewegungsmuster in der heutigen Gesellschaft rasant verändert.

BMI = Weight (kg) / Length (meters)²

<18.5 Untergewicht
18.5-25 Normalgewicht
25-30 Übergewicht
30-39 Starkes Übergewicht
>40 Adipositas

 

Warum hat die Adipositasrate in den vergangenen Jahren zugenommen?
Innerhalb des letzten Jahrhunderts hat sich unser Essen und somit unsere Essgewohnheiten drastisch verändert. Die Lebensmittel die wir heute zu uns nehmen, sind kaum vergleichbar mit den Lebensmitteln von früher. Heutzutage werden viel mehr kalorienreiche und raffinierte (verarbeitete), kohlenhydrathaltige Lebensmittel konsumiert. Tatsächlich kann raffinierter Zucker als einfacher Zucker beschrieben werden, der zur Hälfte verdaut wird. Diese Lebensmittel sind länger haltbar als andere komplexe Zucker, weil ihr Verbrauch um einiges billiger ist. Außerdem haben wir einen sehr schnellen Übergang zum bewegungslosen Leben gemacht, was viele Krankheiten, die mit der Fettleibigkeit verbunden sind, mit sich gebracht hat.

Was sind die häufigsten gesundheitlichen Folgen von Übergewicht und Adipositas?
Übergewicht oder Adipositas können schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Das Tragen von zusätzlichem Fett führt zu ausschlaggebenden gesundheitlichen Konsequenzen wie Herz- Kreislauf- Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Erkrankung des Bewegungsapparates wie Arthrose sowie einigen Krebsarten. Diese Zustände verursachen einen vorzeitigen Tod und eine enorme Behinderung des menschlichen Körpers. Die Mehrzahl der mit Adipositas verbundenen Krankheiten verschwindet, wenn Adipositas behandelt wird, d.h wenn die Patienten ein normales Gewicht erreichen.

Welche diversen Arten von Magenverkleinerung bei Fettleibigkeit gibt es?

Hülsen-Gastrektomie

Es ist heut das weltweit am häufigsten durchgeführte bariatrische Verfahren. Dieses Verfahren wird typischerweise laparoskopisch (Chirurgie mittels Bauchspiegelung) durchgeführt, wobei mit Hilfe eines optischen Apparats kleine Instrumente durch mehrere kleine Einschnitte in den Oberbauch eingeführt werden. Bei der Hülsengastrektomie werden etwa 80% des Magens entfernt, so dass ein röhrenförmiger Magen in der Größe und Form einer Banane zurückbleibt. Eine Ärmel- Gastrektomie wird in der Regel erst durchgeführt, nach dem Sie versucht haben, durch eine Verbesserung Ihrer Ernährung und Ihrer
Bewegungsgewohnheiten Gewicht zu verlieren.

Roux-en-Y- Magenbypas, RNY- Magenbypass
Der Magenbypass gilt aufgrund seiner vielfältigen Mechanismen als zuverlässigste Operation zur kontinuierlichen Gewichtsreduktion. Durch die Herstellung eines kleineren Magenbeutels (was zu kleineren Mahlzeiten führt), werden die geringere Verdauung und eine geringere Aufnahme von Kalorien gefördert. Im Rahmen der Operation wird am Mageneingang ein etwa 15ml fassender Vormagen (Magenpouch) gebildet. Der Hauptteil des Magens wird ausgeschaltet, verbleibt jedoch im Patienten. Der Magenpouch wird anschließend mit dem Dünndarm über eine kalibrierte Anastomose verbunden, wobei eine bestimmte Strecke des Dünndarms (biliopankreatische Schlinge) von der Nahrungspassage ausgeschlossen wird. Der Hauptmechanismus für den Gewichtsverlust ist die Nahrungsrestriktion. Hormonale Veränderungen (GLP-1, PYY, Ghrelin) führen zu einem verbesserten Sättigungsgefühl und steigern die Insulinausschüttung.


Mini- Magenbypass
Der Mini Magenbypass ist schneller, technisch einfacher und mit einer geringeren Komplikationsrate verbunden als die gewöhnliche Bypass- Operation. Auch hier wird wie beim Magenbypass ein Teil des Dünndarmabschnittes umgangen, um so die Resorptionsfläche zu verkleinern. Diese Operation wird mit der Bildung des Schlauchmagens kombiniert. Der verkleinerte Magen führt zu einer Reduzierung der Mahlzeitmenge.

Häufig gestellte Fragen:

Welches Abnehmverfahren ist das Beste?
Diese Entscheidung trifft man am besten zwischen Patient und Chirurg. Der Chirurg bespricht die Operationen sowie die Risiken und Vorteile jedes Verfahrens und hilft dem Patienten nach sorgfältiger Abwägung die beste individuelle Entscheidung zu treffen.

 Weshalb ist eine Magenverkleinerung bei Fettleibigkeit wirksamer und erfolgreicher als andere Behandlungen?
Because obesity is a vicious circle. As the patient gains weight, it becomes difficult to move, and the patient becomes inactive. The more patient is inactive, the more weight patient gains. Obesity surgery breaks this vicious circle and makes the patient more mobile by feeding with less food. Obesity surgery provides an advantage that cannot be achieved with other treatments in decreasing appetite and controlling blood sugar.

Wie lange dauert es bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus und bis zum Arbeitsbeginn?

Wenn alles wie erwartet verläuft, wird der Patient am dritten Tag nach der Operation entlassen und kann nach einem Zeitraum von 4-5 Tagen wieder zur Arbeit. Patienten aus anderen Städten und dem Ausland empfehlen wird, nach der Entlassung noch 3-4 Tage in Istanbul zu bleiben. Da die Operation mit der laparoskopischen Standartmethode (geschlossene OP) durchgeführt wird, sind die postoperativen Schmerzen nahezu geringfügig.


Gibt es nach der Operation Narben?
Da die Operation mit sehr kleinen Schnitten mit der laparoskopischen Methode unter Verwendung einer Kamera und spezieller Instrumente durchgeführt wird, ist die Narbe nach der Operation sehr klein und vage.

Erhält jeder nach der Operation eine schlaffe Haut? 
Jede Person, die Gewicht verliert, ist einem Risiko für lose Haut ausgesetzt. Obwohl dies etwas von der Hautstruktur des Patienten abhängt, sind eine proteinreiche Ernährung und regelmäßige Bewegung Maßnahmen, um lose Haut zu reduzieren. In diesem Fall spielt Alter und Anfangsgewicht natürlich eine große Rolle. Lose Haut mit einem BMI von weniger als 50kg/m² wird bei jungen Patienten so gut wie nie gesehen. Trotz dieser Vorsichtsmaßnamen können Operationen zur Dehnung der Haut durchgeführt werden, wenn die schlaffe Haut am Bauch, an der Brust, an den Armen oder den Beinen auftritt. Die angemessene Zeit für eine OP zur Dehnung der Haut beträgt mindestens ein Jahr nach der Magenverkleinerung.

Kann ich nach der OP schwanger werden?

Sie sollten mindestens 1 Jahr warten, bevor Sie schwanger werden. Andernfalls wird das Ziel nicht erreicht, da der Gewichtsverlust verhindert wird. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass dem Fetus nicht ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffe zugeführt werden können, und somit Defizite bei dem Kind auftauchen können.

Was sind die Risiken bei einer Magenverkleinerung? ;
Magenverkleinerungen beinhalten auch verschiedene Risiken. Das Risiko von Komplikationen bei der Magenverkleinerung liegt bei etwa 2%. Mit anderen Worten erläutert, 98% der Patienten werden problemlos entlassen. Unser Facharzt hat mehr als 1

Adipositas- und Diabetesoperationen durchgeführt bei denen die Komplikationsrate bei 0,3%

liegt. Leckagen und Blutungen sind die bekanntesten und am meisten gefürchteten Risiken. Um Leckagen zu vermeiden, ist es von hoher Bedeutung, chirurgische Techniken zu entwickeln und Standartmethoden von erfahrenen Chirurgen anzuwenden. Dank der speziellen Nähtechnik unserer Fachärzte ist die Wahrscheinlichkeit von Undichtigkeiten oder Blutungen sehr gering. Durch die Leckagetest, die während der OP durchgeführt werden wird die Wahrscheinlichkeit einer postoperativen Leckage ebenso verringert. Übergewichtige Personen haben nach der OP ein hohes Risiko für eine tiefe Venenhtrombose. Um dies zu verhindern, ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen und frühes Gehen nach der OP von wesentlicher Bedeutung. In unserer Klinik werden alle Absicherungen für eine tiefe Venenthrombose getroffen.

Was ist nach der OP zu beachten?

Vor der OP ist es notwendig, mit einem Ernährungsberater zu sprechen und detaillierte Informationen über die postoperative Ernährung zu erhalten. Der Patient erhält einen Diätplan, der leicht befolgt werden kann. Es wird auch empfohlen, dass der Patient im ersten Monat keine schweren Übungen macht. Übungen wie Laufen, Schwimmen usw. sind für den ersten Monat besser geeignet. Alle Arten von sportlichen Aktivitäten sowie Pilates, Radfahren, Fitness und Krafttraining können 1 Monat nach der OP ausgeführt werden. Ein aktiver Lebensstil ist für ein gesundes Leben unverzichtbar. Darüber hinaus ist eine regelmäßige Kontrolle in der postoperativen Phase sehr maßgebend. Der Vitamin- und Mineralstoffgehalt sollte alle 3 Monate im ersten Jahr, alle 6 Monate im zweiten Jahr und

dann einmal im Jahr überprüft werden.

Nehme ich nach der OP wieder zu?

Nach der Magenverkleinerung beginnen mindestens 85-90% der Patienten ein neues Leben und setzen ihr Leben fort, ohne wieder an Gewicht zuzunehmen. Etwa 10-15% der Patienten klagen jedoch über die Gewichtszunahme oder über die Unfähigkeit, genügend Gewicht zu verlieren. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: Ein sehr hoher BMI ist ein Grund. Wenn beispielsweise ein Patient vor der OP 200kg wiegt und 80kg abnimmt, ist der Patient immer noch fettleibig, jedoch gesünder als zuvor. Nach der OP kann die Mehrheit der Patienten nicht glauben, wie wenig sie essen müssen, um satt zu sein und wie lange sie keinen Hunger verspüren. Daher versuchen sie nach der Sättigung u essen, was das schrumpfende Magenvolumen wieder zum wachsen bringt. Übermäßiger Verzehr von flüssigen kalorienreichen Lebensmitteln wie Alkohol, Eis oder Schokolade kann bei einigen Patienten zu einer Gewichtszunahme führen. Manchmal entwickelt eine Magensonde der Magenmitte eine schwache Stenose. Der Patient kann diese Stenose mit leichten Reflux- Beschwerden spüren oder auch nicht. Der im oberen Teil dieser Stenose verbleibende Magen kann sich jedoch im Laufe der Zeit vergrößern und zu einer Gewichtszunahme führen (selbst wenn der Patient alle Regeln einhält). Die Vergrößerung des kleinen Magens, der im Laufe der Zeit während des Magenbypasses zurückblieb, kann ebenfalls zu einer Gewichtszunahme führen. Für Patienten die nach einer Magenverkleinerung wieder an Gewicht zunehmen, ist eine detaillierte Untersuchung erforderlich. Nach der Feststellung der Gründe für die Wiedererlangung des Gewichts können Revisionsoperationen in Betracht gezogen werden. Revisionschirurgie wird erfolgreich in unseren erfahrenen Zentren durchgeführt. Unsere Fachärzte führten mehr als 200 Revisionsoperationen aufgrund einer Gewichtszunahme mit einer Komplikationsrate von weniger als 1% durch.